Was ist Systemik?

Der Begriff „Systemik“ ist mittlerweile beinahe ein Modewort und wird in sehr unterschiedlichen Kontexten verwendet. Manche Menschen, die schon in Zusammenhang mit Psychologie davon gehört haben, denken sofort an „Familienaufstellung“. Der Begriff hat ebenfalls seinen festen Platz bei „Organisationsentwicklung“ in der Wirtschaft, um nur Beispiele zu nennen.  

Systemische Vorgehensweise ist etwas sehr Umfassendes und eignet sich als Grundhaltung und Grundstrategie für praktisch alle Beratungskontexte. Die Basis des systemischen Ansatzes sind moderne Konzepte der systemtheoretischen Wissenschaft. In der Anwendung auf einzelne Bereiche gibt es viele unterschiedliche Methoden, darunter auch solche für die Arbeit mit Einzelpersonen, was für mich das bevorzugte Setting ist. 

Wichtige Grundannahme in der Systemik ist es, dass kein Problem oder Symptom einfach so aus sich heraus existiert, sondern dass sich dieses immer unter vielen unterschiedlichen Einflüssen, vor allem auch solchen, die außerhalb der Person liegen, herausgebildet hat und wirksam ist. Die persönliche Geschichte, die Kultur, in der der Betreffende lebt, sowie alle seine Lebensumstände und seine Beziehungen zu anderen Menschen wirken zusammen und beeinflussen in Wechselwirkung das Problem bzw. das Symptom. 

Grundlage für die systemische Beratung ist immer die Kooperation zwischen Beratendem und Klienten. Respekt, Unvoreingenommenheit, Wertschätzung und Interesse gegenüber bisherigen Lebens- und Handlungsstrategien des Klienten müssen gegeben sein. In der Beratung / Therapie werden die das „Störende“ beeinflussenden Faktoren umfassend erkundet. Dadurch entsteht eine erweiterte Sicht auf das was stört, und gleichzeitig ergeben sich Ansatzpunkte für Veränderungen zum Günstigeren. 

Eingebettet in den systemischen Beratungskontext ist Hypnose ein äußerst wertvolles Mittel, um Veränderungen „in der Tiefe“ anzuregen.

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